Intonation der Stille (2020)

Wir morden Narziss (2018)

Wir morden Narziss (2018)

Schampus-Party (2019)

Schampus-Party (2019)

Let's not feed Narziss

Wir morden Narziss (2018)

Schampus-Party (2019)

3, 2, 1, ich komme!

Schampus-Party (2019)

Wir morden Narziss (2018)

Schampus-Party (2019)

Workshop "Let's not feed Narziss"

Schampus-Party (2019)

Wir morden Narziss (2018)

Schampus-Party (2019)

An alle FLINT*-Personen, für die „Zuhause“ kein sicherer Ort ist,
an alle Personen die besonders intensiv in Care-Arbeit eingebunden sind,
an alle älteren Personen, die von Einsamkeit und Unsicherheit betroffen sind,
an alle Personen, die auf beengtem Wohnraum leben,
an alle Personen, deren Zuhause sich nicht so leicht in ein Homeoffice oder einen Homeschooling-Platz inkl. digitaler Ausrüstung umwandeln lässt,
an alle Kinder, Jugendlichen und Studierenden, denen der Austausch fehlt,
an alle Personen, die psychisch belastet sind,
an alle Menschen mit Behinderungen, deren Berufs- und Privatleben durch die Pandemie noch weiter eingeschränkt wird,
an alle Personen, die bereits vor der Pandemie von Racial Profiling betroffen waren und die auch jetzt besonders häufig von Corona-Kontrollen betroffen sind,
an alle Personen in systemrelevanten Berufen, die an ihre Grenzen kommen und trotzdem minimal bezahlt werden!

Die Corona-Pandemie zeigt strukturelle Machtasymmetrien besonders deutlich auf. Aber sie bringt uns nicht zum Schweigen. Wir lassen uns nicht in die Isolation drängen, sondern wir finden Wege, um vernetzt und stärker aus dieser Pandemie hervorzugehen! Bleibt gesund, schaut gut auf euch und wir melden uns mit künstlerischen Projekten, wenn es wieder möglich ist.
NEWS & TICKETRESERVIERUNG

Produktionen

Workshops

Team

Philosophie

copyright by Bettina Isabella Zehetner

Wir sind ein queer-feministisches Künstler*innen-Kollektiv in Wien, Nieder- und Oberösterreich, das Tanz-, Theater-, Film- und Performance-Projekte realisiert. Mit unseren Produktionen sowie den begleitenden Workshops und Publikumsgesprächen möchten wir Räume für Diskussion und Austausch schaffen und zu Beteiligungsprozessen ermutigen. Eine antirassistische und queer-feministische Haltung ist Grundvoraussetzung unserer Arbeit. Sie gibt einerseits die Themen vor, mit denen wir uns künstlerisch auseinandersetzen und bedeutet für uns andererseits vor allem das kritische Reflektieren unserer eigenen Privilegien und das aktive Eintreten für Machtumverteilung und die Aufarbeitung struktureller Ungleichheiten. Wir verstehen Kunst als aktivistisches Medium, durch das wir zur Sensibilisierung für Machtasymmetrien beitragen und unseren Forderungen für eine gerechte Gesellschaft Gehör verschaffen können. In diesem Zusammenhang ist uns Austausch ein besonderes Anliegen: In unseren Projekten arbeiten wir mit Künstler*innen unterschiedlicher Kunstrichtungen sowie mit Personen, die keinen künstlerischen Hintergrund aber das Interesse an einer inhaltlichen Auseinandersetzung mitbringen, zusammen. Außerdem vernetzen wir uns mit Einrichtungen, die im Sozial- und Bildungsbereich tätig sind, um die fachliche Kompetenz von Expert*innen in unsere Projekte einzubeziehen und um uns selbst inhaltlich weiterzubilden. Kreative Prozesse, inhaltliche Auseinandersetzung und der Austausch mit dem Publikum haben für uns eine mindestens ebenso wichtige Bedeutung wie das Präsentieren eines „Endproduktes“ und wir verstehen diese Herangehensweise es als wesentliche künstlerische Aufgabe.

Presse

Pressestimmen

2. März 2020

kurier.at

„Intonation der Stille“: Schauspiel und Live-Musik zeigen einen exemplarischen Fall sexueller Ausbeutung von Kindern in der Familie. weiterlesen
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1. März 2020

The Sorority

Ein Theaterstück, über Crowdfunding finanziert und ausschließlich von Frauen geschrieben, produziert und gespielt, das sollte man sehen. So hab ich mich auf den Weg gemacht zum neuen Stück vom fungke*kunstkollektiv “Intonation der Stille” im TheaterArche. weiterlesen
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6. Jänner 2020

an.schläge - Das feministische Magazin


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18. März 2019

Die Wiener Szene

Cremefarbene Partyoutfits, geschmackvolle Deko, ausgewählte Buffethäppchen und ganz viel Champagner – Karins Geburtstagsfeier ist stilvoll und gleichzeitig ausgelassen, und die Gäste sind in bester Stimmung. Auf den ersten Blick jedenfalls. weiterlesen
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28. Februar 2019

Heinz Wagner (kurier.at)

"Mitunter sprachloses Spiel rund um Gefühle" weiterlesen
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27. Juni 2018

Oliver Maus (The Gap Magazin)

"Das Problem ist größer als ein Trump" weiterlesen
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Rezensionen

30. Juni 2018

Sophie Mashraki (Regisseurin)

Katharina Dungl: das Zukunftsgesicht österreichisches Feministentheater. Ihre Texte malen bebende, lebende Bühnenbilder: Fragmente, die unser kollektives Unterbewusstsein zu einen Pinselstrich vereint. Mit markantgezeichneten Humor werden wir aus dem Abstrakten ins Jetzt verführt, das Jetzt springt von einer bunten Geschichtenpfütze ins nächste fesselnde Bild.

Intelligent, humorvoll, sinnlich, mutig, immer wieder brutal, ehrlich: Kathi wird eine wichtige Stimme in der kommenden Revolution unserer Theaterlandschaft sein.

3, 2, 1, ich komme!

Frauen für Stückentwicklung gesucht

Verdeckte Speckröllchen und verleugnete Träume. Verborgene Wunden, verbotene Bedürfnisse und verhüllte Lockenpracht. Warum spielen wir das Versteck-Spiel des Alltags und wonach suchen wir eigentlich? Im Supermarkt. Am Valentinstag. In der Wahlkabine. In uns selbst. Was drohen wir zu vergessen und was droht einer Gesellschaft der (Selbst)-Vergessenden?

Für die Textentwicklung und Inszenierung der Lesung „3, 2, 1, ich komme!“ im Rahmen des feministischen Festivals „One Billion Rising“ suchen wir Darstellerinnen* jeden Alters und unterschiedlicher Herkunft. Sie forschen intensiv in ihren individuellen Vergangenheitsprägungen und Zukunftsvisionen und gehen dem Verborgenen, Verbotenen und Verdrängten nach. Aufbauend auf der Fabel von der Krähe und Nyctimene, die aufgrund der Scham über ihre eigene Vergangenheit zur Verstoßenen wird, hinterfragen sie diktierte und selbstgeschaffene Geheimnisse und stellen hemmenden Scham- und Schuldgefühlen ein selbstbewusstes Frau*-Sein entgegen.

Wann: ab Oktober 2018, immer montags 19.00 Uhr
Wo: ega: frauen im zentrum (Windmühlgasse 26, 1060 Wien)
Premiere: 14.02.2019 Lesung im Rahmen des feministischen Festivals „One Billion Rising“

Bei Interesse bewirb dich bis 23.09.2018 unter fungkekunstkollektiv@gmail.com!

Intonation der Stille

Uraufführung
Menschen denken,
wenn man spricht,
hat man aufgehört
still zu sein.
Dabei ist Sprechen nur
eine Variation von Schweigen.

Intonation der Stille ist die Geschichte einer jungen Frau*, die sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt und die beginnt, das Bild, das sie sich von ihrer Kindheit gemacht hat, neu zu deuten. In Gedankenfragmenten und Erinnerungsfetzen werden ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt im engen Familienkreis erahnbar. Formuliert in einem fiktiven Brief an ihre erste Liebe aus Jugendtagen, beginnt der Versuch zu begreifen, einzuordnen und zu erfassen.

mit Valerie Anna Gruber, Jona Moro, Saskia Strnischtie und Klavier-Musik von Eula Lee
Regie & Text Katharina Dungl, Co-Konzeption & Dramaturgie Jona Moro, Choreographie Isabella Schiemer,
Bühne & Kostüm Caroline Wiltschek Marketing Lis Schlagenhaufen .

Wann: 27.02.2020-01.03.2020 und 08.03.-09.03.2020 / jeweils um 19.30 Uhr
Wo: Theater Arche (Münzwardeingasse 2A, 1060 Wien)
Tickets: Ticketreservierung unter info@fungke.at
Kosten: 23€ Vollpreis / 16€ Ermäßigt (Student*innen, Kolleg*innen)

Diskursives Rahmenprogramm

Podiumsdiskussionen im Anschluss an die Vorstellungen: 28.02. mit Expert*innen von Tamar und der Männerberatung / 29.02. mit Expert*innen von die möwe – Kinderschutzzentren
Workshops für Pädagog*innen und Jugendarbeiter*innen mit Expert*innen von Selbstlaut:
30.01.2020 „Er doch nicht?!“ Anzeichen sehen und Manipulation verstehen / 10.02.2020 Ganz schön intim – Sexualpädagogik für Kinder und Jugendliche

Lesungen von Textausschnitten im möwe – Kinderschutzzentrum und in der Brunnenpassage anlässlich von „One Billion Rising“ 2020.

Fotos

Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner) Intonation der Stille (Foto: copyright by Bettina Isabella Zehetner)

Pressestimmen

kurier
the sorority
an.schläge - das feministische magazin

gefördert von

Österreichische Hochschüler_innenschaft MA 57

Schampus-Party

Uraufführung
von Katharina Dungl & Ensemble
Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Liebe Freund*innen,

wie ihr alle wisst, gibt es bald wieder einen großen Anlass zu feiern!
Unsere liebe Karin wird 40 und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um einen unvergesslichen Abend für sie zu organisieren. Und das geht natürlich nicht ohne euch! Deswegen seid ihr herzlich eingeladen, mit uns auf 40 tolle gemeinsame Jahre anzustoßen! Bitte sagt nichts unserer lieben Karin
– es soll natürlich eine große Überraschung werden!

Bussis,
Eure Judith

Im Kaleidoskop der Gefühle blitzt sie immer wieder auf. Und bei näherem Hinsehen knallt sie uns aus vielen Ecken bunt entgegen. Die Scham. Seit Adam und Eva populär, ist sie bis heute eine beharrliche Begleiterin der Menschheit. In unserem Schweigen liegt ihre größte Kraft und in unserer Stimme die mögliche Freiheit. Wir möchten dagegen andenken, dagegen anschreiben, dagegen fühlen, und ihrem endlosen repetitiven Kreisen die Stirn bieten. Schampus-Party wurde im Rahmen des Theaterkurses 3, 2, 1, ich komme! in Kooperation mit ega: frauen im zentrum entwickelt, an dem professionelle Darstellerinnen* und Frauen* diverser Lebenswelten teilgenommen haben, um gemeinsam über gesellschaftlich stigmatisierte Themen zu diskutieren, die im Alltag häufig schamhaft verschwiegen werden. Aus dieser Arbeit sind Monologe entstanden, die wir in Schampus-Party szenisch umsetzen und in einen Party-Abend einbetten. In mehreren Stationen spiegeln sie erste Erkenntnisse und die vielfältigen, individuellen Anknüpfungspunkte zur Thematik wider. Schampus-Party ist der Abschluss des Theaterkurses und soll gleichzeitig den Beginn einer vertieften künstlerischen Auseinandersetzung des fungke*kunstkollektivs mit der Thematik darstellen.

mit Dovaine Buschmann, Valerie Anna Gruber, Christina Kelz, Emilia Lietz, Jona Moro, Saskia Strnischtie, Andrea Novacescu, Lena Selivanova, Birgit Stimmer, Monika Volk, Veronika Zellner

Regie Katharina Dungl
Regieassistenz, Bühne & Kostüm Jannine Sladky
Musikkonzept Armin Ashrafi

Wann: 14.02. und 27.02.2019, 19.30 Uhr
Wo: ega: frauen im zentrum (Windmühlgasse 26, 1060 Wien)
Tickets: Reservierungen unter info@fungke.at

in Kooperation mit

ega: frauen im zentrum
One Billion Rising Austria

Fotos

Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Murtaza Elham) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Murtaza Elham) Schampus-Party (Foto: copyright by Murtaza Elham) Schampus-Party (Foto: copyright by Murtaza Elham) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Rainer Kriesch) Schampus-Party (Foto: copyright by Lukas Mizerovsky)

Pressestimmen

kurier.at
Die Wiener Szene

Mit freundlicher Unterstützung von

IBM Österreich

Lesung zum internationalen feministischen Kampftag (2019)

Lesung
Lesung zum internationalen feministischen Kampftag (2019)

Wir freuen uns sehr über die Einladung, anlässlich des internationalen feministischen Kampftags aus „Die Töchter Egalias“ von Gerd Brantenberg zu lesen! Eine Veranstaltung des AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser und der VHS Wiener Urania.

14.00 Uhr:
Begrüßung & Eröffnung
RR BSI a.D. Dipl.-Päd.in Elfriede Preschern (Vizepräsidentin des Fördervereins der VHS Wiener Urania) Prof.in Mag.a Brigitte Neichl (VHS Wiener Urania, Spezialformate) Mag.a Maria Rösslhumer (AÖF)

14.30 Uhr:
Vortrag
"Es ist Zeit für das Frauenwahlrecht"
Elena Messner (Kulturwissenschafterin und Mitherausgeberin des Buches "Warum feiern. Beiträge zu 100 Jahren Frauenwahlrecht")

15.00 Uhr:
Gesprächsrunde
"Es ist Zeit für Reformen – Feminismus in den 1970er Jahren“
Mit Elfriede Preschern, Heidi Ambrosch (Plattform 20000 Frauen), Eva Dité (Autorin)
Irmtraut Karlsson (Pionierin der Frauenhausbewegung)
Moderation: Nicole Lipp (Medien-Expertin)

16.15 Uhr:
Lesung
"Die Töchter Egalias" von Gerd Brantenberg
Katharina Dungl, Saskia Strnischtie und Jona Moro (fungke*kunstkollektiv)

17.00 Uhr:
Gesprächsrunde
"Es ist Zeit für Geschlechtergerechtigkeit – Gegenwart & Ausblick“
Mit Ulli Weish (Radio ORANGE 94.0), Lena Jäger (Frauenvolksbegehren 2.0), Sophie Hansal (Allianz Gewaltfrei leben), Steffí Bondí (Verein Sorority)
Moderation: Beatrice Frasl (Kulturwissenschafterin und Podcasterin „Große Töchter“)

Wann: 09.03.2019 / 14.00-18.00 Uhr
Wo: Dachsaal der VHS Wiener Urania (Uraniastraße 1)
Tickets: Eintritt frei!

Fotos

in Kooperation mit

AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
VHS Wiener Urania

Wir morden Narziss

Uraufführung
„Die Leute werden keine andere Wahl haben als uns zuzuhören, weil wir ihnen ins Ohr schreien werden, notfalls bis das Trommelfell platzt. Und dann? Viele Menschen mit geplatzten Trommelfellen machen noch keine Revolution.“
-
Echo

Aus den Wogen des sabbernden Flusses geboren, taucht Echo eines Tages im Haus des weltberühmten Narziss auf, der im Begriff ist, durch die Entdeckung seiner Formel in den Mount Olympus aufzusteigen. Narziss ist ein ausgezeichneter Verdränger modernder Geheimnisse und der Ansicht, dass Natur auch stinken dürfen muss. Echo verspricht sich von der Bearbeitung der schleimigen Vergangenheit einen Aufschrei, der die Welt erschüttert. Es beginnt ein Kampf um Augen, Ohren und Menschen, die vielleicht vor langer Zeit nach Schutz und Liebe suchten.

mit Armin Ashrafi, Katharina Dungl, Jennifer Gross und Live-Painting von Johanna Schwab

Regie Paul Spittler, Text Katharina Dungl, Bühne Constanze Stahr, Kostüm Claire Blake, Musik Johannes Kerschbaummayr, Katharina Dungl, Jennifer Gross, Choreographie Jasmin Avissar, Video Jan Zischka, Produktionsassistenz Barbara Edinger, Technische Leitung Katharina Stöger, Graphik Peter Oroszlany, Foto Naa Teki Lebar und Bettina Zehetner

Wann: 26.-30. Juni 2018, 19.30 Uhr
Wo: Bronski & Grünberg Theater (Müllnergasse 2, 1090 Wien)
Tickets: Reservierungen unter info@fungke.at

Fotos

Soundtrack


Pressestimmen

The Gap Magazin

gefördert von

MA 57 Bezirk Alsergrund

Wasser

Kurzfilm
Wasser (2018)

David geht alleine von der Party nach Hause. Der Weg über die Brücke ist heute besonders lang. Stunden später ist die warme Badewanne der einzige sichere Zufluchtsort. Was tut man danach? Einfach so, als wäre nichts gewesen? Und wenn ja, wie?

mit Saskia Strnischtie, Matthias Stangl, Petra Studeny

Buch & Regie Armin Ashrafi, DOP Lukas Mizerovsky, Dramaturgie Katharina Dungl

Fotos

Wasser (2018) Wasser (2018) Wasser (2018) Wasser (2018) Wasser (2018)

Nähere Informationen folgen!

Ganz schön intim – Sexualpädagogik für Kinder und Jugendliche

Workshop für Pädagog*innen, Jugendarbeiter*innen, Psycholog*innen und andere Personen, die mit Kindern oder Jugendlichen arbeiten

eine Kooperation von Verein Selbstlaut und fungke*kunstkollektiv

Sexualpädagogik ist weit mehr als Aufklärungsarbeit, die für Kinder ausschließlich informativen Charakter hat. Als komplexes Lernfeld verstanden, bieten sich zahlreiche Themengebiete und Zugänge an, um verschiedenste Aspekte von Sexualität aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Es gibt zwar keine Patentrezepte für Prävention, aber viele Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche im Alltag zu unterstützen. Sexualpädagogik - verstanden als altersgerechte, kontinuierliche und möglichst alltägliche Begleitung durch verschiedene körperliche, emotionale und kognitive Phasen, die Kinder und Jugendliche durchleben - stellt eine wesentliche Grundlage in der Prävention gegen sexuelle Gewalt dar. Wie sich mit Kindern und Jugendlichen zu dem Thema arbeiten lässt, steht im Zentrum dieses Workshops. Es werden Methoden vorgestellt, die Sie im Workshop selbst ausprobieren werden und in Ihrem pädagogischen Alltag mit Kindern und Jugendlichen einsetzen können.

Datum: 10.02.2020 von 17.00-20.00 Uhr
Ort: Verein Selbstlaut (Thaliastraße 2/2a, 1160 Wien)
Reservierung: unter info@fungke.at bis spätestens 07.02.2020

Info

Der Workshop wird von Expert*innen des Vereins Selbstlaut gehalten und ist inhaltlich an das Theaterstück „Intonation der Stille“ des fungke*kunstkollektivs angeknüpft. Die Uraufführung von „Intonation der Stille“ findet von 27.02.-01.03.2020, jeweils um 19.30 Uhr in der TheaterArche (Münzwardeingasse 2A, 1060 Wien) statt. Sitzplatz-Reservierung unter info@fungke.at.

Kosten: 39€ Workshop / 23€ Theaterbesuch / 56€ Workshop + Theaterbesuch

gefördert von

Österreichische Hochschüler_innenschaft MA 57

„Er doch nicht?!“ – Anzeichen sehen und Manipulation verstehen

Workshop für Pädagog*innen, Jugendarbeiter*innen, Psycholog*innen und andere Personen, die mit Kindern oder Jugendlichen arbeiten

eine Kooperation von Verein Selbstlaut und fungke*kunstkollektiv

Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist ein komplexes und für Kinder und Erwachsene schwer durchschaubares Thema – nicht zuletzt weil Täter*innen Meister*innen der Manipulation sind. Sie manipulieren systematisch nicht nur Kinder, sondern auch ihr Umfeld, damit die missbräuchlichen Handlungen im Verborgenen bleiben bzw. Kindern Hilfeholen erschwert wird. Täter*innen nutzen ein Machtungleichgewicht aus, um Kinder und Jugendliche sexuell zu missbrauchen. In diesem Workshop werden wir uns mit den Dynamiken von sexueller Gewalt und den Täterstrategien auseinandersetzen, um bei der Prävention richtig und effektiv anzusetzen und fachgerecht intervenieren und handeln zu können.

Datum: 30.01.2020 von 17.00-20.00 Uhr
Ort: Verein Selbstlaut (Thaliastraße 2/2a, 1160 Wien)
Reservierung: unter info@fungke.at bis spätestens 28.01.2020

Info

Der Workshop wird von Expert*innen des Vereins Selbstlaut gehalten und ist inhaltlich an das Theaterstück „Intonation der Stille“ des fungke*kunstkollektivs angeknüpft. Die Uraufführung von „Intonation der Stille“ findet von 27.02.-01.03.2020, jeweils um 19.30 Uhr in der TheaterArche (Münzwardeingasse 2A, 1060 Wien) statt. Sitzplatz-Reservierung unter info@fungke.at.

Kosten: 39€ Workshop / 23€ Theaterbesuch / 56€ Workshop + Theaterbesuch

gefördert von

Österreichische Hochschüler_innenschaft MA 57

3, 2, 1, ich komme!

Verdeckte Speckröllchen und verleugnete Träume. Verborgene Wunden, verbotene Bedürfnisse. Warum spielen wir das Versteck-Spiel des Alltags und wonach suchen wir eigentlich? Im Supermarkt. Am Valentinstag. In der Wahlkabine. In uns selbst. Was drohen wir zu vergessen und was droht einer Gesellschaft der (Selbst)-Vergessenden?

13 Frauen* von 22 – 75 Jahre forschen intensiv in ihren individuellen Vergangenheitsprägungen und Zukunftsvisionen und gehen dem Verborgenen, Verbotenen und Verdrängten nach. Aufbauend auf der Fabel von der Krähe und Nyctimene, die aufgrund der Scham über ihre eigene Vergangenheit zur Verstoßenen wird, hinterfragen sie diktierte und selbstgeschaffene Geheimnisse und stellen hemmenden Scham- und Schuldgefühlen ein selbstbewusstes Frau*-Sein entgegen.

Wann: montags 19:00 - 21:30 Uhr
Wo: ega: frauen im zentrum (Windmühlgasse 26, 1060 Wien)

In Kooperation mit

ega: frauen im zentrum

Fotos

Mit freundlicher Unterstützung von

IBM Österreich

Let's not feed Narziss

Theaterworkshop für Frauen* und Mädchen* ab 16 Jahre

Fallen lassen und getragen werden. Laut sein und Horchen. Vertrauen und Selbstbestimmung. Solidarität im 21. Jahrhundert – was ist das? Was bedeutet Frau*-Sein für mich?

Angelehnt an die Thematik des Stückes Wir morden Narziss beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir unsere eigene Kraft und Präsenz als Frau* stärken können, um im Alltag selbstbewusst aufzutreten und die Grenzen erlernter Rollen- und Selbstbilder aufzulösen. Durch Körper- und Stimmübungen, Improvisation und Diskussion werden eingeübte Bewegungs- und Denkmuster reflektiert und „ausgemustert“ um stattdessen mit neuer Leidenschaft das Unentdeckte zu probieren und das Verbotene zu wagen. Wir halten zusammen und die Ungerechtigkeit nicht länger aus und ermutigen einander in unserer Experimentierfreude und bei der Eroberung der Welt.

Wann und wo

07.06. + 13.06.2018, 18.30-20.30 Uhr, ega: frauen im zentrum (Windmühlgasse 26, 1060 Wien)
01.06. + 08.06.2018, 17.00-19.00 Uhr, JUVIVO.15 (Huglgasse 14/1-6, 1150 Wien)
06.06. + 15.06.2018, 18.30-20.30 Uhr, Stand 129 (Marktstand 129-132, Viktor Adler Platz, 1100 Wien)

In Kooperation mit

ega: frauen im zentrum, JUVIVO.15 und Stand 129

Gekoppelt an einen Vorstellungsbesuch von Wir morden Narziss. Ermäßigte Karten für Workshop-Teilnehmerinnen* und Einladung zur Publikumsdiskussion im Anschluss an die Vorstellung.

Fotos

gefördert von

MA 57 Bezirk Alsergrund
© Colleen Rae Holmes

Katharina Dungl

Derzeit Masterstudium „Ethik für Schule und Beruf“ an der Uni Wien. Staatliches Schauspieldiplom (2017), Absolvierung des Grundkurs Jugendarbeit am Institut für Freizeitpädagogik (2017) und Bachelor of Arts in Germanistik (2015). Seit 2019 tätig in der mobilen Jugendarbeit (Verein Wiener Jugendzentren) und der queer-feministischen Mädchen*arbeit (Kinderfreunde Leopoldstadt). Seit 2018 Gründung und Künstlerische Leitung des fungke*kunstkollektivs. Mit fungke Realisierung der Produktionen „Wir morden Narziss“ (Bronski & Grünberg Theater 2018), „Schampus-Party“ (ega: frauen im zentrum 2019) und „Intonation der Stille“ (TheaterArche 2020). Schauspielerisch tätig unter anderem in „Call me Supreme, Baby“ im Dschungel Wien (R.: Nadine Quittner), „Macbeth, Schottlands Albtraum“ im Odeon Theater (R.: Javad Namaki) und „Bordel“ im WUK (R.: William Joop). Als Regieassistenz in „Gutmenschen“ am Volkstheater Wien (R.: Yael Ronen) und als Theaterpädagogische Assistenz am Jungen Volkstheater Wien. Leitung der Spielclubs „gegen die wand“ und „Grenz*gänger*innen“ im Volx/Margareten.

© Christian Ariel Heredia

Armin Ashrafi

Darsteller in der fungke-Produktion „Wir morden Narziss“ (2018) und Regie des Kurzfilms „Wasser“ (2018). Musikkonzept sowie Ton bei „Schampus-Party“ (2019).

© Michael Prokop

Jona Moro

In den fungke-Produktionen „Schampus-Party“ (2019) und „Intonation der Stille“ (2020) schauspielerisch tätig. Außerdem Co-Konzeption, Dramaturgie und Teil des Produktionsteams bei „Intonation der Stille“ (2020). Weiters Einrichtung einer Lesung zum internationalen feministischen Kampftag (2019). https://www.castforward.de/members/profile/jona-moro

© Annemone Taake

Saskia Strnischtie

Schauspielausbildung an der American Academy of Dramatic Arts in Los Angeles 2013-2016. 2021 Dreharbeiten abgeschlossen für Indie Spielfilm "Who Are We?”. In der Spielzeit 2020 als Darstellerin in der Uraufführung "Intonation der Stille”, Regie & Text: Katharina Dungl. In der Spielzeit 2018/19 als Darstellerin und Regieassistentin in der Theater Arche (Anstoss, Reg. Jakub Kavin; nominiert für den Nestroypreis 2019), als Darstellerin im ega: frauen im zentrum (Schampus-Party, Reg. Katharina Dungl) und als Darstellerin im Ateliertheater (Totentanz, Reg. Dunja Tot) tätig. Seit 2019 verschiedene Lesungen unter anderem für den Weltfrauen*tag in der Urania und dem DramatikerInnen Festival Graz. Seit 2016 tätig in diversen Kurzfilmdrehs, Hörspiel und Online-Werbespots. Uraufführung der autobiographischen One Woman Show “Little Indian Girl and Buffalo Bill” (Reg. Debra DeLiso) im Complex Theatre in Los Angeles 2015, Wiederaufnahme beim United Solo Festival in New York 2018.
Geplante Erweiterung und Aufführung von “Little Indian Girl and Buffalo Bill” im Herbst 2021. www.saskianorman.at

Jasmin Avissar

Choreographie der fungke-Produktion „Wir morden Narziss“ (2018). www.jasmin-avissar.net

Claire Blake

Kostüm für die fungke-Produktion „Wir morden Narziss“ (2018). www.claireblake.com

© Constanze Anna Sabine Stahr

Arda Cansiz

Webdesign und -entwicklung für fungke. Kontakt: arda.cansiz@outlook.com

© Christian Ariel Heredia

Jennifer Gross

Darstellerin in der fungke-Produktion „Wir morden Narziss“ (2018). Konzeption und Anleitung der theaterpädagogischen Workshops „Let’s not feed Narziss“ (2018). www.jennifergross.at

© Suzy Stöckl

Valerie Anna Gruber

Darstellerin in den fungke-Produktionen „Schampus-Party“ (2019) und „Intonation der Stille“ (2020). www.valerieannagruber.com

© David Meran

Johannes Kerschbaummayr

Musik in der fungke-Produktion „Wir morden Narziss“ (2018).
www.johanneskerschbaummayr.com

Naa Teki Lebar

Flyerfotos für die fungke-Produktion „Wir morden Narziss“ (2018). www.naateki.co.uk

Eula Lee

Klavier in der fungke-Produktion „Intonation der Stille“ (2020).

Isabella Schiemer

Bachelorstudium für zeitgenössische Tanzpädagogik an der Musik und Kunst Privat Universität Wien (2019). Regieassistenz bei der Schall- und Rauch Agency für das Jugend- und Kinderstück „Montag“ (2020). Als Tanzlehrerin seit 2015 in der Tanzwerkstatt Wien und seit 2019 am OÖ Landesmusikschulwerk tätig. Beteiligt an der Entwicklung und Umsetzung des Stücks „Intonation der Stille“ des fungke*kunstkollektivs (2020) mit dem Schwerpunkt auf Choreografie und Bewegungsgestaltung.

© Bettina Isabella Zehetner

Johanna Schwab

Live-Painting in der fungke-Produktion „Wir morden Narziss“ (2018).

Jannine Sladky

Regieassistenz, Bühne und Kostüm in der fungke-Produktion „Schampus-Party“ (2019) und theaterpädagogische Begleitung der Workshops „3, 2, 1, ich komme“ (2018).

© Bettina Isabella Zehetner

Paul Spittler

Regie der fungke-Produktion „Wir morden Narziss“ (2018). www.paulspittler.com

© Jennifer Fetz/Fotografie Fetz

Constanze Stahr

Bühne für die fungke-Produktion „Wir morden Narziss“ (2018). www.constanzestahr.works

© Jennifer Fetz/Fotografie Fetz

Caroline Wiltschek

Bühne und Kostüm für die fungke-Produktion „Intonation der Stille“ (2020).

Der Versuch, stille Schreie hörbar zu machen

Von Heinz Wagner, am 02.03.2020 auf kurier.at

„Intonation der Stille“: Schauspiel und Live-Musik zeigen einen exemplarischen Fall sexueller Ausbeutung von Kindern in der Familie.

Vor der Kulisse von großen Stoffteilen, die an Berggipfel ebenso erinnern wie an eine Zeltlandschaft spielen drei Schauspielerinnen und eine Pianistin über weite Strecken eine heftige Geschichte in ruhigen, leisen Tönen – sowohl die gesprochenen als auch die musizierten. Die Grundgeschichte kann durchaus vorweggenommen werden, weil sie schon im Ankündigungstext nur leicht verklausuliert und in der Inszenierung schon bald zu erahnen ist: Die junge Musikerin Chrisi (Jona Moro) wird von ihrem Vater gefördert, vergöttert. Er bevorzugt sie extrem gegenüber ihrer Schwester Lillie (Saskia Strnischtie), was diese sehr verletzt.

In Flashback-artigen Episoden erfahren wir, wie es zum M (das Wort wird im gesamten Stück nie ganz ausgesprochen) durch ihren Vater kam und wie dies ihr restliches Leben stark beeinträchtigt. Das schlichte Bühnenbild und die Untermalung der omnipräsenten Stille durch Klavierbegleitung verleihen der Aufführung eine besondere Kraft: die Kraft der Ohnmacht, die das Opfer selbst fühlt.

Aber der liebende, kumpelhafte Vater hat Chrisi noch viel heftiger verletzt. In seiner „Liebe“ wurde er mehr als übergriffig, hat sie miss … - mehr wird nie direkt ausgesprochen aber klar mehrfach angedeutet. Das wird der jungen Musikerin aber erst spät wirklich bewusst, vor allem als sich eine Beziehung zu Anna anbahnt.

Mehr Vetrauen in die leisen Töne

So manches aus den Mechanismen sexueller Ausbeutung kommt zur Sprache: Bewahre das als unser Geheimnis, sonst zerstörst du alles usw. Das lange Zeit Überwiegen der positiven, liebevollen Begegnungen im Spiel, in Abenteuerwochenenden, das es noch viel schwerer macht, die Übergriffe zu erkennen, sich distanzieren zu können …

Das Wechsel- und Zusammenspiel zwischen eher leisem Schauspiel und die Live-Musik (Eula Lee), die dieses begleitet und untermalt, durchzieht die rund eineinhalb Stunden, geht möglicherweise auch deswegen viel stark unter die Haut. Insofern läuft vielleicht die allzu große Durchsichtigkeit, worauf das Stück hinzielt und so manche dann doch erklärende Passage fast ein bisschen der „Intonation der Stille“ zuwider. Da könnte doch ein wenig mehr auf die Kombinationsgabe des Publikums vertraut werden, auch aus den vielen leisen Tönen und Andeutungen, die Schlüsse zu ziehen.

Review: Intonation der Stille

Von Stephanie Bondi, am 01.03.2020 auf sorority.at

Ein Theaterstück, über Crowdfunding finanziert und ausschließlich von Frauen geschrieben, produziert und gespielt, das sollte man sehen. So hab ich mich auf den Weg gemacht zum neuen Stück vom fungke*kunstkollektiv “Intonation der Stille” im TheaterArche.

Sprechen ist nur eine Variation von Still

Wir verfolgen die Geschichte von Christina, genannt Chrissy, die mittels Brief an ihre Jugendliebe Anna versucht, das Kindheits- und Jugendtrauma vom sexuellen Missbrauch des “coolsten Papa von Österreich” zu verarbeiten.

In Flashback-artigen Episoden erfahren wir, wie es zum M (das Wort wird im gesamten Stück nie ganz ausgesprochen) durch ihren Vater kam und wie dies ihr restliches Leben stark beeinträchtigt. Das schlichte Bühnenbild und die Untermalung der omnipräsenten Stille durch Klavierbegleitung verleihen der Aufführung eine besondere Kraft: die Kraft der Ohnmacht, die das Opfer selbst fühlt.

Berührungen, Stille & Ohnmacht

Das ganze Stück lang kann Chrissy ihre Geschichte nie ganz ausdrücklich erzählen und verfällt dadurch in eine starke Depression. Diese Depression ist Ausdruck ihrer Ohnmacht, die sie daran hindert, ein gutes Leben zu führen (Studienabbruch, einmalige berufliche Chance verfliegen lassen). Chrissy plagen starke Schuldgefühle und Zweifel über das, was passiert ist: Wollte sie vielleicht die Berührungen ihres Vaters? Machte diese Zuneigung sie glücklich? War das Glück?

Der Missbrauch wird durch die inszenierte Stille und Berührungen sehr eindringlich dargestellt. Die teils sehr direkten Dialoge, welche u.a. den psychischen Druck durch den Vater ausdrücken, ja nichts zu erzählen bzw. die Schuldzuweisung an Chrissy, verschärfen das Ganze noch etwas.

Fazit

“Intonation der Stille” ist eine feinfühlig aber ohne Pathos umgesetzte Darstellung dessen, was sexueller Missbrauch mit einem Menschen macht. Als Publikum erleben wir den jahrelangen Prozess der Realisierung des Traumas mit und beobachten den dadurch entstandenen Identitätsverlust. Das Stück liefert uns Antworten auf Fragen wie “Warum ist sie nicht gleich zur Polizei gegangen?” bzw. “Warum erzählt sie das erst jetzt?” Prädikat: sehenswert!

Geschrieben von Stephanie Bondi

SCHAMPUS-PARTY

Von Nicole Haselbacher, am 18.03.2019 in "die wiener szene" auf facebook.com

Cremefarbene Partyoutfits, geschmackvolle Deko, ausgewählte Buffethäppchen und ganz viel Champagner – Karins Geburtstagsfeier ist stilvoll und gleichzeitig ausgelassen, und die Gäste sind in bester Stimmung. Auf den ersten Blick jedenfalls.
Beim näheren Hinschauen erkennt man allerdings schnell, dass sich bei allen Frauen hinter ihren pastelligen Kleidern noch etwas anderes verbirgt: Selbstzweifel, Schicksalsschläge, Traumata und Scham werden hinter scheinbar makellosen Fassaden versteckt. Im Laufe des Abends teilen alle ihre persönlichen Geschichten mit dem Publikum und zeigen, was sie wirklich bewegt: gescheiterte Beziehungen, Probleme mit dem eigenen Körper, Erinnerungen an den Krieg, und vor allem die Angst davor, gesellschaftliche Erwartungen nicht erfüllen zu können.

Was auch im Publikum zahlreiche Fragen aufwirft: Was muss man als Frau heutzutage alles leisten, um in der Gesellschaft und im eigenen Umfeld akzeptiert und anerkannt zu werden? Welche Rolle spielt dabei Ungerechtigkeit und Unterdrückung? Welche Gefühle darf man zulassen? Wie gehe ich mit mir und mit meinem Körper um? Wofür schäme ich mich? Und wie schafft man es, sich selbst trotz allen Tiefschlägen zu lieben und anzunehmen?
Katharina Dungl stellt sich diesen Thematiken gemeinsam mit dem fungke*kunstkollektiv, einer Gruppe von Frauen unterschiedlicher Altersklassen und Lebenswelten, die miteinander ein erfrischend heterogenes Ensemble bilden. Alle Darstellerinnen tragen durch ihre eigene persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu diesem Projekt bei, woraus Katharina Dungl die daraus entwickelten Szenen und Monologe in dem Stationen-Theaterstück mitreißend und berührend umsetzt.

Das Publikum wandert von Raum zu Raum des „ega: frauen im zentrum“-Gebäudes durch die verschiedenen Partystationen, und darf mitfeiern, zuschauen, und sich selbst in vielen Gedankengängen und Charakteren wiedererkennen.
Nach zahlreichen bewegenden Monologen und Performances, neuen Denkanstößen, berechtigter Gesellschaftskritik und hinterfragten Rollenbildern endet die Handlung für die Frauen in einer Versöhnung – in selbstgeschriebenen Briefen an ihr Ich lassen sie sich selbst die Botschaft zukommen, sich selbst anzunehmen und zu lieben – und sich nicht mehr zu schämen.
Ein eindrucksvolles, berührendes und wichtiges Stück von Katharina Dungl, bei dem es am Ende dank aller neu gewonnenen Einstellungen tatsächlich eine Party zu feiern gibt.
Regie: Katharina Dungl
Regieassistenz, Bühne, Kostüm: Jannine Sladky
Musikkonzept: Armin Ashrafi
Mit: Dovaine Buschmann, Valerie Anna Gruber, Christina Kelz, Emilia Lietz, Jona Moro, Saskia Strnischtie, Andrea Novacescu, Lena Selivanova, Birgit Stimmer, Monika Volk, Veronika Zellner
in Kooperation mit ega: frauen im zentrum und One Billion Rising Austria
mit freundlicher Unterstützung von IBM Österreich

Geschrieben von Nicole Haselbacher / Fotografie: Rainer Kriesch

Mitunter sprachloses Spiel rund um Gefühle

Von Heinz Wagner, am 28.02.2019 in "kiku" auf kurier.at

„SCHAMpus-Party“: Stationentheater - von elf Frauen entwickelt und gespielt.

Geheimnisumwittert beginnt der rund zweistündige Stationentheater-Abend namens „SCHAMpus-Party“ – willkommen zum 40. Geburtstag einer Karin. Die keine und keiner der Gäste kennt, die auch lange eher unsichtbar bleibt. Apropos unsichtbar.

Ein Test?

Die erste Station – Begrüßung im Festsaal – bleibt geraume Zeit auch mysteriös. Manche der Frauen könnten Schauspielerinnen sein, vermuten sogar jene, die sie nicht kennen. Jedenfalls agieren sie gar nicht als solche. Jene, die sie kennen, kommen aber auch nicht ins Gespräch mit ihnen. Irgendwie wirkt die Szenerie, als würde das Publikum ausgetestet, ob auch nur irgendwer zur Partymusik zu tanzen beginnt. Smalltalk da und dort – praktisch immer von Leuten, die einander ohnehin schon vorher gekannt haben.

Bruchstückhaft entrollen sich Geschichten

Doch dann beginnt die Performance. Eine der Schauspielerin mit einer Art aufgesetztem Zwangs-Dauerlächeln erhebt das Gals, will was sagen. Dauert bis sie sich Gehör verschaffen kann. Und dann geht’s an mehreren Ecken und Enden auch wirklich los. Jeweils Bruchstücke von Geschichten beginnen sich kunterbunt durcheinander zu entwickeln. Da ist eine junge Frau, die von den Nährwerten, Bestandteilen und Kalorien der Brötchen beim Buffet zu erzählen beginnt. Einige Einsätze später schildert sie ihre Zeigefingermethode um Gegessenes wieder schnellstmöglich los zu werden.

Eine zweite Akteurin führt scheinbar Handygesprächen mit einem Partner/einer Partnerin von dem/der sie offenkundig stark eingeschränkt wird. Eine Dritte spricht direkt Gefühlswelten an – „Zweigespräche mit meinen Ängsten“ – bis hin zur mehr oder minder offenen Andeutung, als Kind von einem ihr Nahestehenden vergewaltigt worden zu sein. „Mein Schweigen ist seine Macht! Aber meine Worte sind es ebenso.“

Schweigen im Reden

Nach der Begrüßung für alle gemeinsam, teilt sich das Publikum in drei Gruppen, um die folgenden Stationen parallel zu erleben – jede/r sieht/hört alles, da die Gruppen einander abwechseln, nur die Reihenfolge ist jeweils anders. Recht peinlich und fast betreten geht’s die meiste Zeit in der Station rund um den Geschenketisch zu. „Inhalt ohne Halt!“

Für viele vielleicht nicht ganz unbekannt von so mancher Familienfeier. Mehr oder minder nichtssagende Gespräche rund um in dem Fall das Geburtstagskind, Ausflüchte und Allgemeinplätze als Antworten auf Fragen. Und wie als Off-Texte dann die verschwiegene Wahrheit der direkten Gespräche. Ein Paar, das sich schon ewig nichts zu sagen hat, eine Gästin, die darunter leidet, praktisch nie wahrgenommen zu werden und das mit ihrem Outfit zu erklären versucht. „Aber wozu ein eigenes Selbst, wenn es ohnehin schon so viel gibt, lieber angepasst sein...“

Rückblick

Betretenes Schweigen – lange Zeit – bei der Station Rückblick. Drei Frauen unterschiedlichen Alters blicken auf ihre Kindheit und Jugend. Die Älteste schildert die von der NS-Zeit auch danach noch geprägte Drill-, Zucht- und Ordnung-Erziehung und schließlich den radikalen Wandel in der (Nach-)68er-Revolution. Eine andere schildert Episoden aus der Jugend des Vaters in der DDR und die Gänsehaut als er illegal aus dem Westen eine Pink-Floyd-Platte bekommen hat. Die dritte, die Jüngste, die unermüdlich treppauf/treppab rennt, und betont, dies zu lieben, wird von der Alten zurechtgewiesen, als sie von den sich verfärbenden Bäumen spricht. Fantasie hat in der geregelten Ordnung wohl keinen Platz. Apropos Regel – ihre erste Monatsblutung habe ihr Angst und Schrecken eingejagt, jetzt sterben zu müssen. Aufklärung war tabu – so die mittlere des Frauentrios dieser „Rückblick“-Station. Vergessen, verdränge, verschweigen, verlassen – Motto des Umgangs mit Jugend, speziell mit vielen Aspekten von Frausein, (nicht nur) in vergangenen Jahrzehnten.

Zu Gefühlen stehen

In der letzten Station, wo wieder alle zusammen kommen, durchzuckt die elf Darstellerinnen, die gemeinsam recherchiert, Material und Texte gesammelt und improvisiert haben, um daraus anschließend mit einer Regisseurin dieses Performance zu entwickeln, die eingeimpfte Scham recht heftig. Erst danach können sie beginnen, einander lächelnd zu begegnen, zu berühren, sich in einer Art persönlichen Briefen aneinander dazu bekennen, Gefühlen haben zu dürfen – und zu ihnen, nicht drüber, zu stehen. Genau das sei Freiheit!

Infos: Was? Wer?

Schampus-Party
Immersiver Theaterabend, Stückentwicklung eines Ensembles von 11 Frauen* zum Thema Scham und Schuld in Kooperation mit One Billion Rising Austria und ega: frauen im zentrum

Regie: Kathi Dungl, fungke Kunstkollektiv
Mit Dovaine Buschmann, Valerie Anna Gruber, Christina Kelz, Emilia Lietz, Jona Moro, Saskia Strnischtie, Andrea Novacescu, Lena Selivanová, Birgit Stimmer, Monika Volk, Veronika Zellner

Regieassistenz, Bühne & Kostüm: Jannine Sladky
Musikkonzept: Armin Ashrafi

Das Problem ist größer als ein Trump (The Gap Magazin)

Von Oliver Maus, am 27.06.2018 in Theater & Tanz

Wie gehen wir mit Narzissten um und was können wir ihrem Erfolg entgegensetzen? Fragen wie diese, stellt das Stück »Wir morden Narziss«, dass vom 26. – 30. Juni im Bronski & Grünberg Theater als Gastspiel zu sehen ist.

Aus den Gewässern entstiegen, als Sohn eines Flussgottes, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebt – die Figur Narziss aus der griechischen Mythologie ist fleischgewordener Egozentrismus. Als Allegorie lässt er sich im Kulturbereich heranziehen, um als Projektionsfläche egomanischer Weltpolitiker zu fungieren. Der mythologischen Erzählung vom Zusammentreffen von Echo und Narziss nimmt sich das Stück »Wir morden Narziss« an und gibt der Geschichte einen feministischen Rachetwist. Der Stücktext von »Wir morden Narziss« setzt an der Entstehung der mythologischen Figuren an. Der wabernde Fluss, der Echo gebärt, spuckt aus den schleimigen Resten Narziss aus. Zeit seines Lebens kann der sich als Wissenschaftler mit einem Laborrattenexperiment und einer Autobiographie »Wie ich es schaffte« profilieren und steht kurz vor einer hohen Auszeichnung. Während der Vorbereitung seiner Dankesrede kreuzt sich sein Weg mit Echo, die passenderweise zweifach verkörpert wird. Da er sie für seine Putzfrau hält, erhält sie Eingang in sein Haus und seinen Alltag, der vornehmlich aus Beschäftigung mit sich selbst besteht. Echo kann sich in einer angedeuteten Vergewaltigung am eigenen Leib von der Widerlichkeit von Narziss überzeugen und schmiedet einen Racheplan, um den Narzissten zu vernichten. Er soll in all seiner Grauslichkeit bloßgestellt werden.

Die vielen Probleme der Vielstimmigkeit

Narziss ist, wie zu erwarten, eine extrem eindimensionale Figur. Echo, die in der ersten Interaktion mit Narziss lediglich seine Worte wiederholt, bildet im Verlauf des Stücks einen starken Kontrast dazu. Dass die Figur von zwei Schauspielerinnen gleichzeitig dargestellt wird, verleiht ihr zusätzliche Komplexität, denn durch Zwiesprache mit sich selbst, wird sie mehrdimensional und vielschichtiger. Was zuerst wie eine Stärke wirkt, lässt sich zunehmend jedoch auch als Schwäche auslegen: Echo verliert sich immer wieder in Selbstzweifeln. Für die Autorin Katharina Dungl ist diese Art sich selbst zu behindern auch als feministischer Kommentar zu lesen. »Die eine Dimension ist der innere Kampf gegen Selbstzweifel. Echo fragt sich: Geht das so, kann ich das überhaupt machen und bringt das etwas? So etwas geschieht aber eben auch im Umgang untereinander. Wenn man an die #MeToo Debatte denkt, dann gab es viel Solidarität, die sehr besonders und sehr wichtig war. Aber es gab auch ein Arbeiten gegeneinander und da waren Frauen nicht ausgenommen, die sich gegenseitig ausgebremst haben.«

Spieglein, Spieglein

Der Bühnenraum ist für »Wir morden Narziss« mit Spiegelwänden abgehängt. Narziss kann sich immer wieder betrachten und neu in sein Spiegelbild verlieben. Gleichzeitig stellt der Theaterabend aber auch die Frage danach, was im Spiegel gesehen wird, was man darin sehen will und wie das Gesehene beeinflusst. Die Handlung des Stücks wird dabei mit Live-Paintings von Johanna Schwab begleitet. Schwab modifiziert dieses recht einfach gehaltene Bühnenbild damit, dass sie über die Spiegel malt. Für Narziss, der sich über dieses Spiegelbild definiert, ist dies erschreckend. Als inszenatorisches Mittel, birgt die Idee einer Künstlerin, die das Bühnenbild während der Aufführung verändert, die Gefahr, von der Handlung abzulenken. Dem wird unter anderem damit entgegengewirkt, dass Schwab sich nicht unnötig schleichend, sondern sehr selbstverständlich über die Bühne bewegt. Für den Fortlauf der Handlung ist ihre Malerei außerdem insofern wichtig, da es in dem Stück grundsätzlich darum geht die Vergangenheit von Narziss ans Tageslicht zu bringen, um seinen schlechten Charakter offenzulegen. Damit spielt die Malerin die Rolle, dies visuell sichtbar zu machen; den Schleim aus dem Narziss geboren wurde an die Oberfläche zu holen.

Wie wir mit Narzissten umgehen

Letztendlich ist »Wir morden Narziss« ein Theaterstück, das überprüft, wieso Narzissten in unserer Gesellschaft so erfolgreich sein können. Für Regisseur Paul Spittler spielt dabei auch die Frage nach Geschlechtergerechtigkeit eine Rolle. »Die beiden Frauen kämpfen für eine gemeinsame Sache, aber sabotieren sich immer wieder selbst. Es gibt gesellschaftliche Vorurteile gegen sie, die sie zu ihren eigenen machen, internalisieren. Selbst wenn Narziss Momente der Selbstzweifel hat, vermag er sich viel leichter am eigenen Schopf wieder herauszuholen, da sein Selbstvertrauen auf einer ganz anderen Grundannahme fußt, als dies Frauen realgesellschaftlich möglich wäre.«

Die Frage lautet also nicht: Wie schafft es dieser Egomane in Machtpositionen, sondern welchen gesellschaftlichen Rahmen haben wir geschaffen, um ihm dies zu ermöglichen. Auch in der Annäherung an den Narzissten, wählen weder Stücktext, noch Inszenierung den Weg der Verweise auf Politiker. So konstatiert Autorin Dungl: »Das Problem ist ja auch größer, als ein Trump. Das gibt es ja seit Jahrhunderten.« Das der Theaterabend diese Verortung verwehrt, kommt ihm zugute. Man verliert sich nicht in dem Versuch tagespolitisch kommentieren zu wollen, sondern fasst grundsätzliche Dynamiken im Kleinen auf, die Größeren Ursprungs sind. Der Narzisst braucht immer das bestärkende Gegenüber, bei dem er sich Bestätigung holen kann. So ist es nur passend und konsequent, dass auch dem Publikum buchstäblich ein Spiegel vorgehalten wird.

»Wir morden Narziss« gastiert vom 26. – 30. Juni im Bronski & Grünberg Theater. Nähere Informationen zum Stück und zu verfügbaren Tickets, gibt es hier.

Kontakt

Wir haben unseren Sitz in Wien und gastieren in verschiedenen Theatern und Einrichtungen.

Wenn ihr Anfragen habt, Tickets reservieren, Workshops buchen, mit uns kooperieren oder bei uns mitarbeiten möchtet, kontaktiert uns unter info@fungke.at!

Künstlerische Leitung:

Katharina Dungl: katharina.dungl@fungke.at
Isabella Schiemer: isabella.schiemer@fungke.at
Saskia Strnischtie: saskia.norman@fungke.at

Kooperationspartner*innen:

die möwe – Kinderschutzzentren
Selbstlaut
TheaterArche
Bronski & Grünberg Theater
ega: frauen im zentrum
FOOTPRINT – Betreuung, Freiraum und Integration für Betroffene von Frauenhandel und Gewalt
JUVIVO.15
Stand 129
One Billion Rising Austria
AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
VHS Wiener Urania

Impressum

fungke – Kunstkollektiv
gemeinnütziger Verein in Wien

ZVR-Zahl: 1815267298
E-Mail: info@fungke.at

Design & Programmierung Arda Cansiz

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